Das Böse

Eugen Roth

 

 

Ein Mensch pflückt, denn man merkt es kaum, 
  ein Blütenreis von einem Baum. 
  Ein andrer Mensch, nach altem Brauch, 
  denkt sich, was der tut, tu ich auch. 
  Ein dritter, weil´s schon gleich ist, fasst 
  jetzt ohne Scham den vollen Ast, 
  und sieh, nun folgt ein Heer von Sündern, 
  den armen Baum ganz leer zu plündern. 
  Von den Verbrechern war der erste, 
  wie wenig er auch tat, der schwerste. 
  Er nämlich übersprang die Hürde 
  der unantastbar reinen Würde. 

 

 

 

 

 


 

 

       

 

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