Das Münter-Haus in Murnau

Es steht in einem Garten voller Blumen, Beeren, Gemüse und Kräutern, von Gabriele Münter und Wassily Kandinsky mit großer Begeisterung angelegt. Der Garten wird für G. Münter, aber auch für W. Kandinsky zu einem Ort vieler Bildmotive. 

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                                                                                 W. Kandinsky: Garten in Murnau, 1910

Im Jahr 1909 hat Münter das einfache Haus erworben. Es wurde durch die Anwesenheit Münters und Kandinskys und durch die Besuche anderer Maler wie Franz Marc, August Macke, Alexej Jawlensky, Marianne von Werefkin und die des Komponisten Arnold Schönberg zu einem bedeutenden Treffpunkt der Avantgarde.

Kandinsky und Münter arbeiteten hier in den Sommermonaten  von 1905 - 1914, sofern sie sich nicht in München aufhielten. Marc, der im nahen Sindelsdorf lebte, besuchte das Künstlerpaar besonders oft.

In diesem Haus fand die Entwicklung zur gegenstandslosen Kunst statt,  ein folgenreiches Ereignis in der bildenden Kunst des 20. Jahrhunderts. Münter bewahrte hier eigene Werke, Bilder Kandinskys und anderer Protagonisten der Kunst, die mit dem "Blauen Reiter" verbunden sind, auf. Sie konnte diese auch über die Zeit des Nationalsozialismus retten.

Frau Münter äußerte oft den Wunsch, ihr Haus möge als Gedenkstätte ihrer Kunst erhalten bleiben. Im Jahre 1988 wurde der Bitte der 1962 verstorbenen Künstlerin in vollem Umfang entsprochen. Es wurde versucht, das Haus nach alten Bauplänen und mit Hilfe alter Fotografien, Skizzen und Gemälden in seinem originalen Aussehen wiederherzustellen.

Gabriele Münter lebte bis zu ihrem Tode in dem Haus.