
Hallo!!!!! und wuff,wuff! 
Jetzt geht es zur alten Burg am Hofgraben. Vor dem Tor begegnet uns das Reiterstandbild Kaiser Ludwig des Bayern. Er kam hier vor über 700 Jahren zur Welt. Ludwig der Strenge ließ sie als „Ludwigsburg“ an der Stadtgrenze erbauen. Sie diente als Residenz für die Herzöge. Es gab sogar unter der Burg Fluchtgänge, um ungehindert die Stadt zu verlassen. Warum wurde Herzog Ludwig II „der Strenge“ genannt? Das war so:
Ludwigs Gemahlin war wegen der Kriegsgeschäfte oft allein. Durch das unglückliche Vertauschen zweier Briefe entstand der Verdacht, Marie habe ihren Mann betrogen. Ohne sich zu vergewissern und rasend vor Eifersucht ließ er sie enthaupten und ihre Kammerzofe aus dem Turm stürzen. Später musste Ludwig erfahren, dass er Unrecht hatte und stiftete dafür das Kloster Fürstenfeld.Schau dich im geräumigen Innenhof einmal um! Siehst du das kleine Erkertürmchen? Es wird auch „Affentürmchen“ genannt:
Der Vater von Kaiser Ludwig besaß ein zahmes Äffchen, das frei herumlaufen durfte. Oft schaute es der Kinderzofe zu, wie sie den kleinen Prinzen im Arm hielt und ihn hin- und herschaukelte. Einmal ließ die Amme das Baby für kurze Zeit allein. Da nahm der Affe das Baby in seine behaarten Arme, hob es in die Luft und schaukelte es zärtlich. Als die Zofe nichtsahnend zurückkehrte, schrie sie laut vor Entsetzen. Der Affe aber erschrak darüber und rannte mit dem Kind fest an sich gedrückt durch die Gänge. Er kletterte in seiner Angst durch ein offenes Dachfenster auf die Turmspitze der Burgkapelle. Da saß er nun zitternd. Alle stürzten mit Decken und Kissen in den Hof um das Baby aufzufangen. Es war ganz still geworden. Da schlüpfte der Affe zurück ins Haus und legte den Prinzen in sein Bettchen. Alle lachten und weinten vor Freude.