
Hallo!!! Und wuff! wuff! 
Diese kleine Stadt wollen wir erkunden. Damit Munichen vor Feinden und Räubern geschützt war, bauten die Bürger eine starke Mauer. Feste Tore sperrten die Hauptgassen nach außen ab. Davor floss ein Isarbach im Ringgraben.
Im Osten war das Talbrucktor, im Westen der Kufringerturm,
im Norden der Schäfflerturm und der Krumbleinsturm, sowie im Süden der Blauententurm.
Es geht unser Rundgang los! Wir marschieren vom früheren Markt, auch Schrannenplatz genannt, in die Kaufingerstraße bis zur Ecke Augustinerstraße. Hier stand einst der Schöne Turm am Westtor.
Stop! Auf dem Pflaster findest du den Umriss noch heute. Schau auf die Ecke des Hauses! Du erblickst einen gebückten Mann mit einem Turm auf dem Rücken. Es ist „der Goldschmied mit dem Schönen Turm“. Was hat das zu bedeuten?
Gleich neben dem schönen Turm hatte ein tüchtiger Goldschmied seine
Werkstatt. Eines Tages brachte ein vornehmer Herr ein kostbares Geschmeide.
Er bat ihn ein gleiches anzufertigen. Hocherfreut ging der Schmied an die Arbeit
und öffnete wegen der Hitze die Fenster. Als er vom Mittagessen zurückkehrte,
sah er entsetzt, dass das teure Stück verschwunden war. Alles Suchen war
umsonst. Der fremde Herr verklagte den Schmied wegen Diebstahls. Obwohl dieser
verzweifelt seine Unschuld beteuerte, wurde er zum Tode verurteilt. Als einige
Wochen später der Turm ausgebessert werden musste, stieg ein Maurer ins
Glockentürmchen. Plötzlich flog eine Dohle aus dem Fenster. Neugierig
schaute er ins Nest und entdeckte das glänzende Geschmeide. Er brachte
es zum Richter und so kam die traurige Wahrheit ans Licht.