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Dyskalkulie

 

Theoretische Grundlage

Es handelt sich bei Dyskalkulie um eine Teilleistungsstörung bei einem Kind mit mindestens durchschnittlicher Intelligenz und normalem bis gutem Lern- und Leistungsniveau. Das Defizit betrifft vor allem die Beherrschung grundlegender Rechenfertigkeiten wie Addition, Subtraktion, Multiplikation und Division, weniger die höheren mathematischen Fertigkeiten die für Algebra, Trigonometrie, Geometrie oder Differential- und Integralrechnung benötigt werden. Bedeutsam ist es, die Verursachungsbedingungen, die Erscheinungs- und Ausprägungsformen zu erfassen und nötige Fördermaßnahmen in die Wege zu leiten.

Ursachenklärung

Um die Ursachen der Dyskalkulie zu eruieren, werden unter anderem Wahrnehmung, Motorik, Sprache und Zeitwahrnehmung überpüft. Als weitere wesentliche Faktoren sind die Aufmerksamkeitssteuerung, die Wahrnehmungstätigkeit, Begriffsbildungsprozesse und Gedächtnisprozesse zu berücksichtigen. Auch schulische und häusliche Rahmenbedingungen gilt es zu klären. Wegen der Komplexität und Vernetzheit der Ursachen für Rechenstörung oder Rechenschwäche müssen die individuellen Bedingungen geklärt werden, die dem betroffenen Schüler, der betroffenen Schülerin mathematische Operationen erschweren.

Bedingungn des Rechnens (in Ausschnitten)

  1. Teilleistungen und -funktionen
    • Raumbegriff
    • Simultanerfassen von Mengen
    • Erfassen von Unterschieden
  2. Numerischer Bereich
    • Zahlenbegriff (Kardinal- und Ordnungszahlen, Aufbau des Zahlenbegriffssystems)
    • dekadisches Positionssystem
    • Zusammenhang zwischen Symbol und Menge
  3. Algorithmischer Bereich
    • Zehnerüberschreitung
    • Übertrag bei schriftlichen Rechnungen
    • Grundregeln des Messens
  4. Persönlichkeitsbereich
    • kognitive Faktoren (Abstraktionsfähigkeit, auditives Gedächtnis, Transferierungsfähigkeit)
    • emotionale Faktoren (Leistungsmotivation, Ängstlichkeit, Einstellung zum Rechnen)
  5. Schulischer Bereich
    • Klassengröße
    • Schulängste
    • Misserfolgserlebnisse
  6. Häuslicher Bereich
    • Wertschätzung des Rechnens
    • Leistungsdruck
    • Spiel- und Lernanregung

Diagnose und Förderung

Die notwendigen Testungen können schulintern im Schulberatungszentrum oder extern bei einem Kinder- und Jugendpsychiater vorgenommen werden. In verschiedenen Diagnosefeldern wird ein individuelles Rechenprofil erstellt, das Aussagen für eine gezielte Förderung ermöglicht. Schulinterne Förderung, wie auch externe Therapie können Kompensationsmöglichkeiten schaffen. Die sollten durch häusliche Maßnahmen unterstützt werden. Lob, Anerkennung, Geborgenheit und anregende Umgebung helfen dem Kind emotional. Für seine kognitive Entwicklung braucht es die Möglichkeit, Entscheidungen selbst zu treffen und selbstständig zu handeln.

Weiterführende Links

>> http://www.schulpsychologie.de/start/eltern.htm<<

>> http://de.wikipedia.org/wiki/Dyskalkulie <<

>> http://www.bv-legasthenie.de <<

 

 

 

 

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